Big Brother – der Wels

Falk Wieland

Hat ein geringer Anstieg der durchschnittlichen Wassertemperatur unserer Binnenseen die Reproduktion der Waller begünstigt? Oder, was hat es mit dem Ortungssinn von Wasserwirbeln auf sich? Falk Wieland hat Antworten. Sein Report führt uns in das geheimnisvolle Leben eines der größten Süßwasserfische Europas ein.

Die gering höheren Sommertemperaturen unserer Seen begünstigen derzeit den Europäischen Wels oder Waller Silurus glanis. Diese Art gilt als die typische Fischart der relativ warmen, trüben und nährstoffreichen Flüsse und insbesondere des Donausystems. Im letzten Jahrzehnt scheinen die Waller-Populationen überall, in den Flüssen ebenso wie in Seen, zuzunehmen. Da eine seriöse Fischbestandsermittlung (siehe divemaster # 81 über Biomanipulation und Fischbestandsermittlung) ungeheuer aufwändig ist, kann allein anhand der zunehmenden Beobachtungen von Welsen unter Wasser erzählt werden. Wie jeder Süßwassertaucher weiß, leben Waller auch in kalten Gebirgsseen oder sehr nährstoffarmen Seen. Doch diese Gewässer sind nicht ihr bevorzugter Lebensraum; denn die Art wird in kalten Alpenseen zu weniger Nachwuchs als üblich kommen und in besonders kühlen Jahren…

mehr dazu in divemaster Nr. 106

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