Sardinen und mehr …

Wir alle kennen sie, die kleinen Dosen mit Ölsardinen, meist mit „Haut und Gräten in Öl“. Je nach Importeur wurden die Fische in den unterschiedlichsten Regionen
der Weltmeere gefangen. Damit steht hinter diesen Fischkonserven die vielseitige Geschichte unseres Umgangs mit den Ressourcen der Weltmeere. Wissenswertes zu Sardinen von Dr. Friedrich Naglschmid.

Auch wenn der Sardinenschwarm noch so groß ist, noch so viele Raubfische,
Vögel und Säugetiere anzieht, es bleibt ein Schwarm von Sardinen. Diese kleinen Fische
wollen wir uns einmal näher anschauen, insbesondere Ihre Bedeutung für die Natur,
den kommerziellen Fischfang, aber auch dem kommerziellen Tauchtourismus.

SYSTEMATIK
Erstaunlich ist bei der Zuordnung von Arten zu den Sardinen, dass es zum einen die biologische Systematik gibt, zum anderen aber auch einen FAO/WHO Kodex. Und aus historischen Gründen gibt es auch zwei Namen für die so verwertenden Fischarten, nämlich Sardinen und Pilchards. Der aus dem Englischen kommende Name Pilchards bezog sich wohl schon immer auf kleinere, ölige Fischarten unter den Heringsfischen (Clupeidae).
Wohl am Beginn des 15. Jahrhunderts kam in England der Begriff Sardinen für kleine
Fische auf, die man in Fässern eingelegt aus den Gewässern um Sardinien bezog. Sardinen
bis zu einer Länge von 15 Zentimeter galten als junge Pilchards und so klassifiziert
die britische Sea Fish Industry Authority diese Fische bis heute. Diesen historischen
Vorgaben entsprechend, benennt der FAO/WHO-Kodex heute 21 Arten, die als Sardinen
eingestuft und als Ölsardinen vermarktet werden können.
Selbst die FishBase, eine umfassende Datenbank mit Informationen über Fische, nennt
mindestens sechs Arten „Pilchards“, über ein Dutzend nur „Sardine“ und viele mehr mit
den beiden grundlegenden Namen, die durch…

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