80 Jahre Rebreather – Hans Hass

Seit 1941 bewegt sich der Mensch unter Wasser nicht mehr nur aufrecht schreitend fort, sondern auch als Schwimmtaucher. Diese neue Fortbewegungsart wurde von Hans Hass durch die Kombination von einem autonomem Sauerstoff-Kreislaufgerät von Dräger mit
Schwimmflossen erreicht. Wie Michael Jung darstellt, gab es einige Entwicklungsstufen des Rebreathers.

Hans Hass unternahm seine ersten Tauchgänge ab 1937 in der Donau bei Wien, der
Adria und der Karibik mit einem offenen Taucherhelm. Er war kostengünstig herzustellen,
leicht zu transportieren und genügte für flache, einfache Tauchgänge. Allerdings
benötigte man auch einen Bediener an der Oberfläche für die Luftpumpe, und konnte
sich nur in geringem Radius von diesem wegbewegen. Der offene Taucherhelm war
also nur ein sehr unzureichender Notbehelf, wenn man autonom sein und wie Hass ein
größeres Gebiet erforschen wollte. Auf der Suche nach einem geeigneteren Tauchgerät stieß Hass schnell auf die Sauerstoff-Atemgeräte des Drägerwerkes. Sie wurden
bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts produziert und bei Feuerwehren, der Grubenrettung und als Uboot-Austauchgerät eingesetzt. Der Produktname des Sauerstoffgerätes war „Dräger Gegenlunge“. Neben einer kleinen Sauerstoffflasche von 0,6 Liter Volumen, die auf 150 bar gefüllt wurde und auf Bauchhöhe an einem Atembeutel befestigt war, bestand das Gerät nur noch aus einer Kalipatrone, wo die Ausatemluft vom
Kohlendioxid gereinigt wurde, und einem Schlauch mit Mundstück. Das Gerät war als
einfacher Pendelatmer ausgelegt…

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